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Miturheberschaft

Rechtliche Absicherung bei der gemeinsamen Schaffung von Werken

Gerade im künstlerischen Bereich kommt es oftmals vor, dass aus einer spontanen Idee urheberrechtlich geschützte Werke erwachsen, beispielsweise bei der Komposition eines von Musik. Wird diese von mehreren Personen gemeinsam geschaffen, haben sämtliche Beteiligte hieran ein Miturheberrecht. Hieraus folgt, dass die Miturheber das geschaffene Werk nur gemeinsam veröffentlichen und verwerten dürfen. Verweigert einer der Miturheber hierzu seine Einwilligung, wird die gemeinsame Veröffentlichung der Verwertung des Werkes schwierig, es sei denn, die Einwilligung wird entgegen Treu und Glauben verweigert. In diesem Fall müssen die übrigen Miturheber Klage auf Erteilung der Einwilligung zur Verwertung des Werkes erheben.

Um derartige Schwierigkeiten im Rahmen der Verwertung des Werkes zu vermeiden, empfiehlt es sich, vor der Schaffung entsprechender gemeinsamer Werke einen schriftlichen Vertrag abzuschließen, in denen unter anderem Regelungen bezüglich der beabsichtigten Verwertung, der Verteilung des Erlöses etc. geregelt werden. Dies sichert die Miturheber ab, da jeder Miturheber an die gemeinsamen Vereinbarungen gebunden ist, sofern kein Fall eintritt, der einen der Miturheber zur fristlosen Kündigung des Vertrags oder des Rückrufs der Rechte o. ä. berechtigen würde.

Typische Fälle der Miturheberschaft sind die gemeinsame Verfassung wissenschaftlicher Aufsätze, der Programmierung von Software, der Komposition von Musik, der gemeinsamen Verfassung von Texten für Songs, Bühnenwerke, Drehbücher, Filmwerke etc..

 

Verfasserin: Rechtsanwältin Tanja Risse, Kunz Rechtsanwälte

 


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