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Personenversicherung

Zu den Personenversicherungen zählen insbesondere

  • die private Krankenversicherung (Krankenkosten-, Krankentage- und Krankenhaustagegeldversicherung)
  • die private Unfallversicherung,
  • die Lebensversicherung
  • und auch die private Berufsunfähigkeitsversicherung.


Im Rahmen der privaten Krankenkostenversicherung tauchen in der täglichen versicherungsrechtlichen Praxis oftmals Probleme bereits bei der Feststellung des Versicherungsfalles, also bei der Frage, ob eine Heilbehandlung „medizinisch notwendig“ war, auf. Ein weiterer Schwerpunkt der Auseinandersetzung liegt bei der Bestimmung des Umfangs der Leistungspflicht; so werden beispielsweise medizinische Maßnahmen, die in einer sog. gemischten Anstalt erbracht werden, nur unter sehr strengen Voraussetzungen erstattet, was oftmals dem Versicherungsnehmer bei Beginn des stationären Aufenthaltes gar nicht bewusst war. Wie bei jeder anderen Versicherungssparte auch spielen zudem Leistungsausschlüsse und die Folgen von Obliegenheitsverletzungen eine große Rolle.

Im Bereich der Krankentagegeldversicherung ist oftmals streitig, ob der Versicherungsnehmer tatsächlich bedingungsgemäß arbeitsunfähig ist. Häufig ist auch das Ende des Versicherungsschutzes im Streit, so etwa im Falle der Berufsunfähigkeit des Versicherungsnehmers.

Bei der Unfallversicherung liegt ein Schwerpunkt der Auseinandersetzung bei der Frage, ob es sich bei dem Ereignis tatsächlich um einen Unfall im Sinne der Unfallbedingungen gehandelt  hat und ob hierdurch eine dauernde Gesundheitsbeeinträchtigung (Invalidität) eingetreten ist. Ist eine Invalidität Folge des Unfalls ergeben sich regelmäßig Differenzen bei der anhand der sog. Gliedertaxe zu ermittelnden Höhe des Invaliditätsgrads. Darüber hinaus haben gerade im Be-reich der Unfallversicherung die zahlreichen Leistungsausschlüsse (Bandscheibenvorfälle, Geistes- oder Bewußsteinsstörungen usw.) eine große Bedeutung. Von großer Wichtigkeit ist zudem die Beachtung der zahlreichen Ausschlussfristen, bei deren Nichtbeachtung der Versicherer in der Regel schon allein deshalb leistungsfrei wird.

Im Bereich der Lebensversicherung und der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung tauchen immer wieder Probleme im Rahmen der vertraglichen Obliegenheiten auf. Nicht selten erklärt der Versicherer im Leistungsfall beispielsweise den Rücktritt oder gar die Anfechtung des Versicherungsvertrages wegen angeblich falscher (Gesundheits-) Angaben bei Antragsstellung. Bei der Berufsunfähigkeitszusatzversicherung ist oftmals auch streitig, ob der Versicherungs-nehmer überhaupt in seinem zuletzt ausgeübten Beruf berufsunfähig ist und wenn ja, ob es nicht zumutbar ist, ihn auf eine andere Tätigkeit zu verweisen.

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